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I'm back
d37241
Ich melde mich zurück.

Es hatte Gründe, dass ihr so lange nichts von mir gehört habt: Ich hatte an der Uni meine Prüfungsphase. Aber nun ist alles vorbei (auch wenn ich die Ergebnisse noch nicht habe). Jetzt habe ich erst einmal Semesterferien. Und somit viel Zeit zum Schreiben.

Ich habe zwischendurch an einer Naruto-Fanfiction geschrieben, und sie auch fertig gestellt. Ihr könnt sie bei Fanfiktion.de unter "Akatsukis Feuertaufe" finden.

Nun werde ich meinen NaNo-Roman überarbeiten. Aber nicht den von 2010! Nein, ich werde mich wieder dem Werk von 2009 widmen. Ich werde es auseinandernehmen und neu zusammen setzen, denn die alte, bis vor kurzem als "fertig" bezeichnete Version gefällt mir überhaupt nicht mehr.

Eine kleine Kostprobe meiner überarbeiteten Version:

Jetzt sind wir also hier. Ich blicke zum Dach des Bahnhofs. Mehrere stählerne Bögen, die sich über die gesamte Länge der Halle ziehen, und von ebenso stählernen Säulen gestützt werden. Die ganze Konstruktion erinnert mich an das metallüberzogene Gerippe eines längst verwesten Tieres. Ich muss unweigerlich an Terminator denken. Aber das hier war wohl nicht T-800, sondern Terminatorsaurus Rex. Ich muss schmunzeln. Komischer Name...
„Komm jetzt, Dima!“
Vater steht neben mir und verschränkt die Arme. Dann dreht er sich um und geht in Richtung der Rolltreppen. Zögernd folge ich ihm.
„Was hast du da oben denn so Tolles gesehen?“
„Nichts.“
„Ein weiterer hässlicher Bahnhof...“
Von Kreativität und Terminator hat er bestimmt noch Nichts gehört. Ich sehe ihn an. Seine grauen Haare, die Hakennase und die tief in den Höhlen liegenden Augen geben ihm etwas Mysteriöses. Menschen, die so aussehen, spielen in Actionfilmen sadistische Verhörspezialisten. Oder Russen, wie er selbst sagt. Er blickt kurz zum Dach, schüttelt den Kopf, und geht zum Fahrkartenautomat.
„Was ist denn?“
Er zeigt nach oben.
„Guck mal, wie das aussieht. Wie ein Skelett! Was Fröhlicheres ist denen wohl nicht eingefallen!“
„Die haben nicht auf Schönheit geachtet. Das ist nicht Moskau!“
„Das weiß ich auch!“
Er zieht die Fahrkarte heraus.
„Da müssen wir lang!“
Naja, wenigstens trägt er das Gepäck.
Wir steigen zu den U-Bahnen herab.
Mein Blick fällt auf einen der einfahrenden Züge.
„Schau mal, wenigstens sind die Züge hier schöner. Nicht solche hässlichen Wracks, wie in Russland!“
„Sie erfüllen ihren Zweck...“
„Genau wie das Bahnhofsdach!“
Er grinst kurz.
Dann betrachtet er die Aushängeschilder.
„Unser Zug kommt in zwei Minuten!“
Mein Blick gleitet auf das Grafitti an der Wand. CLAW. In lila Buchstaben. Beim C guckt ein grüner Goblin durch die Halböffnung. In seinem Mund steckt eine Pfeife. Über den Schultern trägt er einen schwarzen Mantel. Auch beim L sitzt ein Goblin und hält ein Maschinengewehr in der Hand. Ich stoße einen Pfiff aus.
„Was meinst du, wie haben die das gemacht?“
„Weiß ich nicht.“
„Aber das Grafitti hat was!“
Ich sehe noch einmal herüber. Der rauchende Goblin schaut mir direkt in die Augen.
Wahnsinn.
„Das ist Vandalismus. In der Sowjetunion...“
Ich werfe ihm einen grimmigen Blick zu.
„Die Sowjetunion ist zerfallen, falls du es noch nicht bemerkt hast!“
Er seufzt.
„Ja, leider...“
„Wieso sind wir dann nicht da geblieben, wenn du ihr nachtrauerst?“
„Wo?“
„In Russland!“
Unser Zug fährt ein. Ohne zu antworten, tritt er ein und setzt sich. Ich setze mich zu ihm.
„Du bist mir eine Antwort schuldig!“
Er versucht bei unangenehmen Fragen immer, wegzulaufen. Aber das ist hier nicht möglich.
Die Türen schließen sich. Der Zug setzt sich in Bewegung. Vater seufzt. Dann blickt er mir direkt in die Augen.
„Du verwechselt Russland mit der Sowjetunion. Das sind zwei verschiedene Dinge!“
„Aber...“
„Kein Aber. Verurteile den Vater nicht für die Verbrechen des Sohnes! Ich war dort Lehrer. Sowohl in Russland als auch in der Sowjetunion. In der Sowjetunion ging es mir sogar relativ gut. Aber in Russland ist mein Lohn unter jedes erträgliche Niveau gesunken!“
„Trotzdem ist Lehrer sein doch angesehener, als Museumswächter...“
„wird aber gleich bezahlt. Aber hier geht es nicht um mich!“
„Um wen sonst?“
Er sieht mich verständnislos an.
„Um dich natürlich! Wir sind hier in Europa. Im Westen, wie wir damals gesagt haben. Hier hast du wesentlich mehr Chancen, als in Russland!“
Ich nicke. Das wusste ich nicht. Derweil hat der Zug die Dunkelheit der Tunnels verlassen. Zu beiden Seiten ragen Bürogebäude in die Höhe.
Einige Stationen später ändert sich das Bild: Die gläsernen Wolkenkratzer werden durch kleine Reihenhäuser ersetzt. In der Ferne sieht man einige Wohnblocks in tristem Grau.
„Wir müssen aussteigen!“
Vater erhebt sich und rückt seine Uschanka zurecht. Kaum ist der Zug zum Stehen gekommen, ist er schon draußen. Wieso hat er es bloß so eilig?


Kaum bin ich ausgestiegen, blicke ich mich um. Der Bahnhof hat zwei Gleise, die durch eine Brücke miteinander verbunden sind. Zu dieser Brücke bewegen wir uns nun. Ich werfe einen Blick hoch. Auf dem Dach sitzen tauben. Besser ich setze meine Kaputze auf. Plötzlich lächelt mein Vater. Ich folge seinem Blick. Oben steht ein Mann und winkt. Meine Augen weiten sich. Im ersten Moment habe ich den Mann für einen Doppelgänger meines Vaters gehalten. Die beiden sehen sich zu ähnlich. Fast wie...
„Sergej!“
„Alexej“
Die Beiden gehen aufeinander zu, und umarmen sich. Es sind tatsächlich Brüder.
Alexej dreht sich zu mir.
„Hallo Dima!“
„Hallo, Onkel Alexej!“
„Du bist in den zwölf Jahren gewachsen. Aber ein Mann bist du noch lange nicht!“
Mein Onkel geht zu den Bushaltestellen. Und daran vorbei. Es dämmert langsam. Die Mauer aus Hochhäusern, auf die wir uns zubewegen, wirkt wie riesige Krieger, die langsam ihre leuchtenden Augen öffnen, um im Schutz der Dunkelheit anzugreifen.
„Wieso haben wir nicht den Bus genommen?“
Alexej wirft mir einen verächtlichen Blick zu.
„Bist du erschöpft?“
„Nein...“
„Na also. Wieso beschwerst du dich? Sergej trägt doch das Gepäck!“
Ich senke den Kopf. Da sehe ich meinen Onkel zum ersten Mal seit zwölf Jahren und es fängt schon so an.
Wir bleiben vor einem kleinen Gebäude stehen. Im Vergleich zu den Riesen aus Beton wirkt dieses Gebilde eher wie eine zu groß geratene Hundehütte. Alexej tritt ein und kommt mit einem Schlüsselbund wieder heraus.
„Woher hat er die?“
„Er ist der Hausmeister!“
Derweil hat mein Onkel bereits den Eingang zu einem der Hochhäuser aufgeschlossen und den Fahrstuhl geholt. Auch er hat es eilig.
Wir betreten den stählernen Kasten. Alexej drückt auf die Vier. Sekunden später sind wir oben.
„Hier ist es!“
Er steckt den Schlüssel in eine der weiß gestrichenen Türen. Auch der Flur ist weiß. Ich komme mir vor, wie in einer Arztpraxis.
„Ähm...“
„Was ist?“
„Dürfen wir das eigentlich?“
„Ja. Sergej hat alle Formulare unterzeichnet.“
Stimmt. Mein Vater war ja schon mehrmals in dieser Stadt. Alexej öffnet die Tür.
Und ich blicke auf leere Wände.
„Tja, Dima. Vor uns liegt viel Arbeit!“
„Worauf sollen wir denn schlafen?“
„Ihr habt doch Schlafsäcke, oder nicht?“
„Ja aber...“
„Aber was?“
Ich schüttle den Kopf.
„Na also!“
Er dreht sich um und geht aus der Wohnung.
„Was ist denn mit ihm los?“
„Er war Major beim Speznaz.“
„Speznaz?“
„Die sowjetische, und jetzt russische Spezialeinheit.“
Meine Augen weiten sich. Ich wusste, dass mein Onkel beim Militär war. Aber das wusste ich nicht.
„Trotzdem hätte er sich wenigstens verabschieden können.“
In diesem Augenblick klopft es an der Tür. Ich blicke durch den Türspion. Alexej.
Er trägt zwei Klappstühle. Wortlos übergibt er sie mir und verschwindet wieder.
Ich reiche sie an Sergej weiter.
Wieder klopft es an der Tür. Diesmal trägt Alexej einen Klapptisch.
„So, jetzt habt ihr alles, was ihr braucht! Bis morgen!“
Er dreht sich um und geht.
„Ich schlage vor, wir kaufen uns erst einmal etwas zu essen!“
„Einverstanden!“


Die Einkaufspassage befindet sich genau in der Mitte eines Rings aus Hochhäusern. Wie in Moskau, nur dort habe ich bisher so viele Hochhäuser auf einem Fleck gesehen. Als wir den Laden betreten, führen zwei Polizisten gerade einen Mann heraus. Zwei Penner stehen vor dem Eingang und trinken Bier. Bis jetzt habe ich keinen allzu guten Eindruck von dem Viertel.


Dieser Eindruck verschlechtert sich auf dem Rückweg: In dem Gewirr aus Seitenstraßen, die sich von der Einkaufspassage aus in alle Richtungen schlängeln und den Hochhausring wie Adern durchziehen, ist alles zugemüllt. Ein Altkleidercontainer blockiert die Zufahrt. Verbranntes Papier liegt auf der Erde. Es sieht aus, wie nach einem Aufstand. Ich kann nicht glauben, dass wir in so eine schäbige Gegend gezogen sind.


Kaum haben wir die Wohnung betreten, geht mein Vater in die Küche. Ich nehme mir einen Klappstuhl und setze mich ans Fenster. Die Augen der Riesen leuchten gelb. Im Haus gegenüber macht jemand den Fernseher an. Jetzt hat der Riese auch noch ein blaues Auge.
Unter mir sehe ich einen Spielplatz. Auf der Bank, unter einer Laterne, sitzen zwei Männer und trinken Bier. Einer von ihnen steht auf und dreht sich mit dem Rücken zu mir. Auf seiner Lederjacke ist eine Clownsfratze zu erkennen. Er macht einen Schlag in die Luft. Der andere Typ nickt, dann erhebt er sich und macht ebenfalls einen Schlag in die Luft. Der Mann in der Lederjacke ergreift die Hand und zieht sie an sich. Dann bewegt er seinen Ellenbogen zum Gesicht des Anderen. Beide nicken, setzen sich auf die Bank und stoßen an. Irgendwie macht es Spaß, sie zu beobachten. Wieder stehen beide auf. Der Größere ergreift Joker (ich nenne ihn so, in Anlehnung an den Markennamen der Lederjacke) von hinten und würgt ihn. Joker hebt seine Arme und streckt sie in die Höhe. Sein Mund bewegt sich, aber ich kann ihn nicht hören.
„Essen ist fertig!“
Sergej steht an der Tür. Ich sehe wieder aus dem Fenster. Die beiden Jungs stehen nebeneinander. Dann greifen sie zu ihren Flaschen und gehen. Na toll. Jetzt habe ich den Trick nicht gesehen. Aber egal. Ich habe Hunger.


Nach dem Essen blicke ich noch einmal nach draußen. Die Bank ist leer, nur die leuchtenden Augen der Wohnblocks schauen mich leblos an. Ich blicke auf die Uhr. Acht. Und trotzdem bin ich so müde. Kein Wunder, ich bin heute auch seit vier Uhr morgens auf den Beinen. Langsam breite ich meinen Schlafsack aus und krieche hinein. Morgen habe ich Schule. Mal sehen, was mich erwartet.

So, das war's erst einmal. Ach übrigens: ich habe einen neuen Blog, der sich mit Filmreviews beschäftigt:
http://theflyingoracle.livejournal.com/

Hier der versprochene Witz:
Ein Mann geht durch die Wüste. Er hat nichts zu trinken. Plötzlich sieht der in der Ferne einen Laden. Er geht hinein, und fragt nach Trinken.
"Tut mir Leid, wir verkaufen nur Krawatten!", sagt der Verkäufer.
Der Mann geht weiter. Als er kurz vorm Verdursten ist, sieht er in der Ferne eine Oase. Als er näher kommt, sieht er, dass sie eingezäunt ist. Vor dem Eingang stehen zwei bewaffnete Wachen und sagen:
"Zutritt nur mit Krawatte!"

Tag der Fälschungen
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Mir ist heute etwas ganz komisches passiert.

Um zu begreifen, wieso das passiert ist, müsst ihr wissen, dass ich in Mecklenburg-Vorpommern studiere, und auch entsprechend dort wohne, am Wochenende jedoch (fast immer) nach Hamburg zurückkehre. Meißt mit einer Mitfahrgelegenheit. Und zurück dann genauso. Heute habe ich meine Mitfahrgelegenheit jedoch verpasst und musste mit dem Zug reisen. Da stehe ich also am Fahrkartenautomat am Hamburger Hbf und will mir eine Fahrkarte kaufen. Und auf einmal tippt mich jemand an. Ich drehe mich um und da steht ein junger Mann (ich würde schätzen mitte 20) neben mir. Und fragt mich, ob ich in Richtung Rostock will. Ja, wollte ich. Dann hat er mir seine Fahrkarte angeboten. Für 10 Euro. Ein Schnäppchen. Also habe ich sie genommen. Dass sie gefälscht war und kein Deutsche Bahn zeichen drauf war, habe ich erst bemerkt, als ich kontrolliert wurde. Tja, jetzt darf ich 40 Euro zahlen wegen dem ungültigen Fahrausweis und habe 10 Euro zum Fenster rausgeschmissen. Der Schaffner hat die jungen Leute, meist Studenten, die mit dem massenweisen Druck und Verkauf von gefälschten Fahrkarten ihr Geld machen, als "Ticket-Mafia" bezeichnet.

Also leute. Fahrkarten immer nur am Schalter kaufen.

Statusbericht
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So. Hab den NaNo geschafft.
Ich weiß selbst nicht wie, aber ich hab's geschafft.

Mein größeres Projekt ruht noch bis zum nächsten Jahr, vielleicht sogar noch länger. Ich werde mich nun erst einmal der NaNo 09 Überarbeitung widmen.

Hier der Witz: Zwei Mäuse paaren sich. Als sie fertig sind, sagt der Mäuserich: "Nicht dass wieder alles für die Katz war!"

Da muss was raus
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Berichterstattung des NaNo abgebrochen. Ist mir Latte wo der Jet hinfliegt.
Wieso ? Weil ich bald schon 10000 Wörter hinter meinen Zielen liege.
Wieso ? Ich habe eine neue Story angefangen. Gut, die neue Story macht mir keine Probleme. Aber dafür die Uni. Mir fehlt gerade die Zeit zum Schreiben. Außerdem häufen sich in meinem Leben im Moment unerfreuliche Ereignisse. Ich habe manchmal selbst als Atheist das Gefühl, als ob da oben im Himmel (über'm Berg) irgendetwas ist, was mich vom Schreiben abhält.

Natürlich glaube ich nicht an so etwas. Egal. Fakt ist dass ich weiß, dass ich den NaNo nicht schaffe. Versucht nicht, mir irgendetwas zu erzählen ich bin für Motivationen nicht ansprechbar.

Immer mehr Stimmen in meinem Kopf raten mir aufzugeben. Aber wisst ihr was ?
NEIN ! Aufgeben kommt nicht in Frage. Scheiß darauf, ob ich den NaNo schaffe oder nicht. Ich schreibe weiter. Koste es was es wolle. Und ich werde wen auch immer motivieren, der Motivation braucht. Dabei bleibt's. Aber keine NaNo-Berichterstattung mehr. Der Jet stürzt ab. Ich nehme den Schleudersitz und gehe zu Fuß weiter.

Punkt.

Tschüss, Blog, wir sehen uns im Dezember.

Kein Witz heute.

Rauswurf
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Ich drücke den roten Knopf. Das Cockpit wird wieder erhellt und ich werde wieder in den Sitz gepresst.
"Na, gut geschlafen?"
"Ja!", ertönt es von hinten. Dann ruft mein Copilot wieder sein Hologramm auf. Meine Freude darüber, dass es weiter geht, währt nicht lange. Wir werden langsamer.
"Verdammt!"
Ich drücke den mit 1 betitelten Knopf. Eine Rakete schießt aus dem linken Flügel und zieht ein Drahtseil hinter sich her. Dieses kleine Ding, was ich zuvor auf dem Waffenmarkt erworben habe, sollte uns schneller machen. Der Meilenzähler knackt die 3000er Marke. Immer noch zu wenig. Per Funk treffen die Berichte der anderen Teammitglieder ein. 6000, 5000, 5500...ich bin im Rückstand. Meine Rakete explodiert.
"Wir brauchen mehr schub!"
Mein Copilot reagiert nicht.
"Warnung. Sinkflug eingeleitet.", sagt die Computerstimme.
"Was hast du getan?"
Auf einmal fällt mein Blick auf seinen Arm Ich erstarre.
"EMPI" steht darauf. Ich reagiere augenblicklich. Mit einem lauten Knall aktiviere ich den Schleudersitz.
"Copilot verloren. Ausstieg aus dem NaNo-Rennen steht unmittelbar bevor!"
Meine Gedanken rasen. Während mein Jet auf den Boden zuhält, wird mir langsam klar, dass ich mir schnell etwas einfallen lassen muss. Sonst bin ich nicht nur draußen, sondern auch noch tot.


Hier der Witz: Woraus besteht eine kinderlose Ehe ? Aus Spaßvögeln.

Evakuierung eines Wespenhaufens
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Endlich !
Das Startsignal ertönt. Alle 100000 Jets starten gleichzeitig. Auf einmal empfange ich eine Nachricht.
"Hier Federkiel. Lust auf ein Rennen?"
Der Jet mit dem Federsymbol an den Flügeln scheint neben mir zu verharren. Dabei bewegen wir uns mit atemberaubender Geschwindigkeit. Ich schaue auf den Meilenzähler. 22, 23, 24...ich hebe meinen Daumen. Die Pilotin schaut mich kurz an, dann ist sie verschwunden. Auch ich erhöhe den Schub. Mein Herz rast. Während ich mich durch den schier endlosen Strom an Jets durchzwänge, bemühe ich mich, aufzuholen. Doch es klappt nicht.
"Was zum Teufel machst du da?"
Mein Copilot antwortet nicht, sondern spielt an seinem Hologramm herum.
Ich schaue nach vorn und ziehe das Steuer gerade rechtzeitig hoch, um nicht gegen einen weiteren Jet zu krachen. Der Federjet ist nicht zu erkennen.
"Okay, das war ein kurzes Rennen!"
Wir fliegen an einigen schwarzen Kugeln vorbei.
Ich werde langsamer.
"Was hast du vor?"
Ich blicke mich um. In der Ferne mache ich, unter den unzählig vielen Kampfjets einen vom DoppelH-Team und einen von Empi aus.
Dann drehe ich mich zu meinem Copiloten.
"Ich aktiviere den Protektor!"
Ich drücke auf einen blau leuchtenden Knopf und das Cockpit wird in völlige Finsternis gehüllt. Aber vorher werfe ich noch einen Blick auf den Meilenzähler: 844. Hätte man den Jet von außen betrachtet, hätte man festgestellt, dass er nun einer der unzähligen schwarzen Kugeln gleicht, die regungslos im Himmel schweben.


Leute, soll ich diese Form der Berichterstattung (Jet undso) beibehalten oder soll ich es klassisch halten ?

Hier der Witz: Wohin fliegt ein schwuler Adler ? Zu seinem Horst.

Letzte Vorbereitungen
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Die Festung ist größer geworden. In der Fahrerkabine meines Trucks fühle ich mich beim Anblick des riesigen Turmes wie eine Armeise, die auf einen Baum blickt. Ja. Der Turm sieht wirklich ein bisschen so aus wie ein Baum mit 100 000 Ästen.

Einige Helikopter schwirren durch die Gegend, wie Wespen, die in diesem riesigen Baum ihr Nest errichtet haben.
Unser Konvoi passiert das Haupttor. Selbst unser Neuling wird nicht überprüft. Kein Wunder, denn jeder darf beim Wettrennen teilnehmen. Solange man sich an die Regeln hält.

Wir sind derweil in einen unterirdischen Hangar gefahren. Hunderte von Kampfjets stehen hier herum. Man winkt uns aus den Trucks. Als ich aussteige, bemerke ich einen stählernen Greifarm über meinem Jet. Die Federfrau winkt uns zu sich.
"Leute. Es geht nicht um Schnelligkeit! Es geht nur darum, dass wir alle die 50000 knacken!"
Mein Blick fällt noch einmal auf den Piloten mit der Sonne auf dem Helm. Ich habe ihn vorhin überrascht, als er eine Mitteilung bekommen hat. Als ich ihn gestellt habe hat er sich als Doppelagent ausgegeben. Empi schickte ihn als Spion hierher, aber in Wahrheit spioniert er für uns Empi aus. Angeblich. Ich traue ihm trotzdem nicht.

Dann gehen wir auseinender und jeder steigt in seinen Jet. Mein Copilot setzt sich hinter mich. Auf einmal wird unser Flieger empor gehoben. Die anderen unseres Teams schweben auch. Über ihnen die stählernen Greifarme. Die Klaue trägt uns auf eine Plattform.

Eine mechanische Stimme dröhnt durch das Cockpit.

"Willkommen, Teilnehmer. Du hast dich bestimmt nicht umsonst beim Nano-Racing angemeldet. Das Ziel ist es, so viele Meilen wie möglich innerhalb eines Monats zurückzulegen. 50000 braucht man für den Sieg. Und danach...flieg, solange dein Treibstoff reicht! Das sind alle Regeln. Viel Glück! Deine Startbahn hat die Nummer 37241!"

Hinter uns schließt sich eine stählerne Tür. Dann setzt sich die Plattform in Bewegung.
Ein blauer Schimmer durchflutet die Kabine. Ich drehe mich um. Die Quelle des Lichts ist ein Hologramm, das der Copilot aufgerufen hat. Lauter Striche, Quadrate und Zahlen.
"Was machst du da?"
Er schaut mich nicht einmal an.
"Geringfügige Modifikationen am Plot!", sagt er seelenruhig.
Ich schaue ihn verblüfft an.
"Das ist unser Treibstoff!"
"Weiß ich. Und ich will genauso wenig abstürzen, wie du!", sagt er mit der selben Gelassenheit.
Ich schüttle den Kopf.
"Ich hoffe, du weißt, was du tust. Das letzte Mal ist uns der Sprit kurz nach den 50000 Meilen ausgegangen!"
Er zuckt mit den Schultern.
Derweil ist die Plattform zum Stehen gekommen. Vor uns liegt die hell erleuchtete Startbahn, und an ihrem Ende der klare Nachthimmel.
Ich werfe einen Blick auf die Steuerkonsole. Und nicke zufrieden. Dann aktiviere ich den Helmfunk.
"Hier vulture. Ich bin bereit!"
Meine Hand verharrt auf dem Steuerknüppel und mein Blick auf dem Meilenzähler. Im Moment steht er auf Null.



Bald geht's los !!!


Hier der Witz: Liegt ein toter Keks auf der Straße. Kommt ein Zauberer vorbei und sagt LebKuchen!"

25 hours left
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Der Teamstützpunkt ist absolut gewaltig. Die Flutlichter tauchen die Zeltstadt und die sieben Lastwagen in gleißendes Licht. Auf jedem Truck steht ein Kampfjet. Die Piloten stehen davor und warten. Eine Frau kommt auf mich zu. Die Feder auf ihrem Helm kommt mir bekannt vor. Sie war schon im letzten Jahr dabei. Wir schütteln die Hände.
"Wilkommen zurück, Teamkollege!", sagt sie. Dann blicke ich mich um. Ein Mann mit einer Schneeflocke auf dem Helm winkt mir zu. Auch ihn kenne ich noch vom letzten Jahr. Ich lasse meinen Blick weiter über die Runde schweifen. Irgendetwas stimmt nicht.
"Wo ist der Unaussprechliche", stoße ich hervor.
Die Frau mit der Feder schüttelt den Kopf.
Ich nicke. Er war mein Rivale im letzten Jahr.
Eine weitere Frau mit einem Klecks auf dem Helm winkt mir zu. Ich atme auf. Bis auf meinen Rivalen ist das gesamte Rennteam versammelt. Nein. Einer fehlt. Dafür haben wir drei Neuzugänger. Das Team ist gewachsen, keine Frage. Aber werden es auch alle ins Ziel schaffen ? Dann fällt mein Blick auf eine weitere Frau mit einem Klecks.
"Deine legendäre Copilotin?"
"Jap. Dein Copilot ist auch dabei. Aber wer ist das im Auto?"
Ich drehe mich um. Ein Mann steigt aus dem Truck. Sein Anzug ist völlig schwarz und ein Geier mit glühend roten Augen ziert die Oberseite seines Helms. Unser Fahrer sitzt im Auto.
"Mein Kritiker."
Plötzlich fällt mir etwas ein. Ich hole zwei Fotos aus der Jackentasche hervor. Auf dem einen ist ein Panzer abgebildet, auf dem anderen ein Bär, der gerade einen Sarg öffnet.
"Was ist das?"
Ich grinse.
"Meine Geheimwaffen!"
Plötzlich fährt ein weiterer Truck ein.
"Wer ist das?"
Die Frau schaut mich ratlos an.
Ein Mann steigt aus und blickt sich verwirrt um.
Dann fällt sein Blick auf die Kampfjets auf unseren Ladeflächen.
"Wo bin ich hier!"
Einer der Neulinge ergreift die Initiative.
"Du bist hier auf einer streng geheimen Basis!"
Er schluckt.
Ich mache einen Schritt auf ihn zu.
"Kannst du einen Jet fliegen?"
"Ich...ich....ich konnte es mal..."
"Gut. Denn uns fehlen noch Leute!"
"W...was willst du damit sagen?"
"Du fliegst bei uns mit!"
Obwohl ich ihre Gesichter nicht sehen kann, weiß ich, dass meine Teamkollegen erstaunt sind.
Bevor er antworten kann, gehe ich zur Frau mit der Feder.
"Wir sind zu acht. Team Doppel H ist startklar!"
Sie nickt.
"Dann kann es ja los gehen. Gebt den Neuling unseren Ersatzflieger und bereitet euch vor. Wir brechen auf!"
Plötzlich piept meine Armbanduhr. Ich schaue auf's Display. Eine Textnachricht.
"Hier Außenposten. Team Empi trifft keine Startvorbereitungen. Aber...Empi hat einen Schläfer bei euch!"
Vorsichtig blickle ich mich um.
Niemand scheint etwas bemerkt zu haben...moment. Jemand Anderes hält sich ebenfalls den Arm fest. Na das ging ja schnell. Ich hole einen Schraubenzieher aus meiner Jackentasche, verberge ihn hinter dem Rücken und gehe langsam auf den Mann zu.


Und jetzt nochmal entschlüsselt: Wir hatten heute unser Kick-off-Treffen.

Und hier der Witz: Sitzen zwei Scheißehaufen auf einer Bank und rauchen Joints. Da kommt ein Dünnschiss vorbei, sieht die beiden und fragt: "Kann ich auch einen Zug haben?". Daraufhin der eine Scheißehaufen: "Nee du, das ist was für Harte!"

PS: Ab heute gibt's eine tägliche Berichterstattung.

Bald...
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Sauberer Kopfschuss. Mein Schweinehund liegt tot am Boden.

NaNo-Berichterstattung-Kostprobe.

Ich drehe mich um und schaue in den Hangar. Der unfertige Kampfjet steht einsam da, und wartet, dass man an ihm weiter baut.
"Sorry, mein Bester..."
Ich schließe die Hangartür und betrachte das Schild. "NaNo 2009. Seine Freunde."
Das ist jetzt Geschichte. Ich drehe mich vom Hangar weg und laufe über die Landebahn zu einem anderen Hangar. "NaNo 2010. Die Verbannten." steht darauf. Ja genau, hier bin ich richtig. Die Tür öffnet sich und ich blicke auf einen Truck. Auf der Ladefläche steht ein weiterer Kampfjet.
Der Fahrer des Trucks winkt mir zu.
"Wollen wir?", fragt seine mechanische Stimme, als ich einsteige.
Ich nicke.
"Ja, es wird Zeit!"
Der Motor heult auf. Die Fahrerkabine fängt an, zu beben. Der Truck fährt aus dem Hangar. Kurz vor dem Eingang zur Basis halten wir. Ich hebe mein Funkgerät.
"Achtung, an alle Einheiten des Stützpunktes vultures Brain. Schalten sie in den NaNo-Modus. Alle Schweinehunde dürfen auf der Stelle getötet werden. Außerdem werden alle nicht-NaNo-relevanten Ideen weggesperrt."
Auf einmal sehe ich noch eine Gestalt auf den Truck zurennen. Ihr Gesicht ist von einem langen Kaputzenmantel verdeckt.
"Ihr wollt doch nicht etwa ohne mich abreisen, oder?"
"Mein Informant. Jetzt sind wir vollzählig und können los!"


Das war's erstmal, in den nächsten Tagen gibt's mehr davon.

Hier der versprochene Witz, besser gesagt eine Geschichte, die mir echt passiert ist:

Alle kennen das Sprichwort "über den Berg sein"
Das heißt soviel wie "das Schlimmste ist überstanden"
Wieso ? Weil der Aufstieg der schwerste Teil an einem Berg ist. Der Abstieg (wenn man den Berg also überwunden ist) ist einfacher. Das wusste ich vor einem Jahr aber noch nicht.

Vor einem Jahr hat ein Freund von mir bei msn folgende Statusnachricht geschrieben: "Mein Vater ist im Krankenhaus". Zwei Tage später stand da: "Mein Vater ist über'n Berg!"
Da ich das Sprichwort nicht kannte, habe ich angefangen, zu überlegen, was denn über'm Berg ist. Der Himmel ! Also habe ich gedacht: "über'n Berg sein" = "tot sein"
Und habe dem Jungen geschrieben: "tut mir Leid für deinen Vater!"

Bis bald !

Meeresgetier und Sebastians Monolog
d37241
Ich habe in den letzten Tagen eine der verrücktesten Geschichten meines Lebens geschrieben. Und nein, die Scriptfrenzy-Plotmachine habe ich nicht angerührt.

Worum es bei der Geschichte ging ?
Es ging um eine Meerjungfrau (!), die in einem versunkenen Panzer (!) lebt, sich mit einem Orca UNTERHÄLT (und nicht gefressen wird !!!), dann einem Werhai (!) begegnet und...das Ende verrate ich nicht. Das ist dann schon ZU krank.

Diese Geschichte ist entstanden, weil ich dem deutschen NaNo-Chat einen Gefallen getan habe. Aber keine Angst, beim NaNo werde ich etwas *hust* Bodenständigeres schreiben.

Ich übergebe jetzt das Wort an Sebastian, einen Freund von mir, der unbedingt das Bloggen ausprobieren möchte.

Hier ist er:

Nun kurz etwas zu meiner Person, bevor hier sich einige fragen, was dann da für ein Typ schreibt. Ich bin 19 Jahre alt und studiere ebenfalls wie vulture BWL. Ich komme aus der Nähe von Berlin und nun reichts mit dem bla bla.

Ich sitze hier in der Vorlesung und hänge mit meinen Gedanken ganz woanders, als beim unglaublich sich selbst als spannend bezeichnenden Fach "Wirtschaftsrecht".  Nun mal ehrlich: Wer denkt denn darüber nach, wenn er in den Supermarkt geht, ob und wie viele Verträge er dort eingeht nur durch das bloße Einpacken der Waren in den Einkaufswagen und das Legen der Waren auf das Kassenband. Was mich viel mehr interessiert, ist die Frage, wer sich das alles ausgedacht hat. Ist es denn nicht so, dass Verträge und Gesetze erst aus dem Fehverhalten von Menschen oder durch die Angst vor bestimmten Dingen, die Menschen tun könnten, entstanden sind? Sind denn Gesetze und Verträge nicht letztendlich ein Zeichen von Misstrauen und gleichzeitig die Legitimationsgrundlage immer mehr sich auf der Vertrauensebene voneinander zu entfernen? Sollte man nicht immer erst von dem Guten im Menschen ausgehen, anstatt ihm gar nicht die Möglichkeit zu eröffnen, Fehler zu begehen auf der Grundlage schlechten Gemütes und nicht jenes zu vermeiden, durch die Strafen und Sanktionen, die ihm drohen? Nun genug philosophiert über diesen Sachverhalt. Wie die Definition schon ausdrückt, ist die Wortbedeutung auf den Ursprung der "Sache", sprich dem losgelöst sein von menschlichen Empfindungen und Gefühlen, zurückzuführen und somit nur indirekt an das Menschliche Sein gekoppelt. Das bedeutet, dass es durchaus vertretbar ist, sich Gesetzen und Regeln zu fügen, da sie auch ein gewissen Freiheitsdrang diejenigen versprüren lässt, die sich eingeengt fühlen. Freiheit ist ein Wort, was immer dann in den Mündern vieler Leute lag, die sich nach ihr sehnten. An sich gibt es sie nicht, da niemand den Zustand "frei sein" beschreiben kann. Um den Bogen zu der Vorlesung zu bekommen, lässt sich festhalten, dass man die Erleichterungen in der Denkleistung über zwischenmenschliche Beziehungen auf geschäftlicher Ebene anerkennen sollte, als Privileg, das nicht jedem zugänglich ist. Kurz: Ich langweile mich zwar, aber ich hab Hunger.

Ok. Kurze Rückmeldung an Sebastian:

Ohne mir dein Gesabbel durchzulesen: Du bist kein Blogger, du bist Philosoph.

Eigentlich müsste ich sagen: "Hör auf, meinen Blog zu verunstalten."
ABER: Das hier ist ein Schrottplatz, in sofern ist alles erlaubt.

Trotzdem. In Zukunft machst du deinen eigenen Blog auf.

Bis zum nächsten Mal.

Oh. übrigens: Ich werde ab sofort am Ende jedes Bloggs einen Witz anhängen.

Hier meiner: "Treffen sich zwei Jäger im Wald. Beide tot."

Sebastian, your turn.

Hier seiner: " "Kacktusse". Das heißt Kakteen. Ne ich mein dich."

Bis zum nächsten Mal. Diesmal wirklich.